Der Podcast rund ums Leben und Überleben im täglichen Wahnsinn.
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:00:28: Ich habe heute zu Gast Katharine Betz und Katharie ist Projektleitung bei Hamburg mit Herz für das Mentoring.
00:00:34: In einer Stadt wie Hamburg leben ja Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, Geschichte und verschiedenen Lebenswegen.
00:00:40: Und ihr macht einem Projekt, dass Menschen zusammenbringend und Integration wirklich leibhaftig macht!
00:00:45: Und euch gibt es seit über fünfzehn Jahren und ihr setzt euch dafür ein, dass Geflüchtete in unserer Stadt nicht nur ankommen sondern auch Teilhaben Begegnungen und Sättelstimmung erleben können.
00:00:55: Dabei geht es um Mentoring, Sprachangebote, Empowerment-Workshops, Freizeit und Kulturangebote.
00:01:00: Und um Beziehung auf Augenhöhe!
00:01:02: Mit Katari wollen wir heute mehr darüber fahren was Integration praktisch bedeutet.
00:01:07: Wo Herausforderungen liegen und wie man auch als Einzelne oder Einzelner aktiv werden kann.
00:01:12: Hallo Katari!
00:01:13: Hallo Conn, ich freue mich sehr heute hier zu sein.
00:01:16: Ja schön dass du da bist, magst Du Dich vielleicht zuerst mal vollstellen?
00:01:20: Ja
00:01:21: also ich bin fifty acht Jahre alt.
00:01:24: Ich arbeite jetzt seit fast fünf Jahren bei Hamburger mit Herz.
00:01:28: Mein Hintergrund ist eigentlich ein ganz anderer gewesen, ich war ursprünglich in der Kommunikation tätig und habe mich komplett umorientiert neu erfunden bin mittlerweile systemische Therapeuten und arbeite auch in der psychologischen Beratungstelle der Diäkonie Arbeiter als Co-Leiterin bei Hanlager mit Herz, ausschließlich im Projekt Mentoring.
00:01:58: Und von meinem Hintergrund her – weil es ja heute auch um Geflüchtete geht – ich bin eine ganz wilde Mischung, sage ich jetzt mal so!
00:02:09: Ich bin Deutsch-Mexikanerin und kenne es sehr gut wie es ist neu voranzukommen.
00:02:16: Ich denke das ist die Brücke zu dem Verein für den ich arbeite.
00:02:20: Magst du mal erzählen, was den Verein eigentlich ausmacht und was sie genau
00:02:26: macht?
00:02:28: Also es ist ein ganz lebendiger organischer Verein der ganz unterschiedliche Projekte hat die alle an den Bedürfnissen geflüchteter Menschen ausgerichtet sind.
00:02:45: Wir bieten an Sprachkurse.
00:02:48: In den Sprachkursen fragen wir nicht nach dem Aufenthaltstitel des Menschen, sondern es können alle zu uns kommen die eine Flucht- oder Migrationsgeschichte haben und wir bieten also für jedes sprachliche Niveau Kurse an.
00:03:06: Die sind kostenlos und sehr niedrigschwellig.
00:03:11: Wir haben auch Onlinekurse.
00:03:12: Ich finde das ist gerade wichtig für Frauen gar nicht so unterwegs sein können, weil sie die Kinder betreuen oder weil sie nicht so große Zeitfenster haben um jetzt einen Kurs zu besuchen und da richten wir uns auch nach den möglichen Zeiten vor allem der Frauen.
00:03:33: Dann haben wir Sprachkafés, die wir anbieten.
00:03:36: Sprachcafés sind ganz wunderbare geschützte Räume in denen man sich trauen kann zu sprechen was ja gerade für Geflüchtete ganz schwierig ist, weil sie oft fast keine Berührungspunkte haben mit Menschen aus vielleicht dieser Kultur.
00:03:54: Das heißt in der Regel also zumindest die Geflüchterten, die zu uns kommen leben zu neunzig Prozent noch in Unterkünften gehen vielleicht dann vormittags irgendwelche Deutschkurse, die in der Regeln überfüllt sind wo sie sich auch nicht trauen zu sprechen.
00:04:11: Berührungspunkte sind eventuell die Supermarktkasse.
00:04:15: Und dann gehen sie wieder in ihre Unterkünfte und sind dort wieder unter sich.
00:04:19: Diese Sprachkafés sind schöne Räume, wo Sie sich trauen können zu sprechen.
00:04:26: Wo wohlwollende Menschen sind also Ehrenamtliche, die Impulse geben über verschiedene Themen zu sprechen?
00:04:35: Dann haben wir noch ein Lernkreis.
00:04:38: der Abend stattfindet auch ganz offen niedrigschwellig jeder kommen kann und individuell mit heut wird.
00:04:47: Also wenn es um Bewerbungen geht oder Prüfungsvorbereitung, oder eine Korrektur oder ich verstehe einen Brief nicht oder da gibt es auch ehrenamtliche Menschen die sich dann individuell und die Belange kümmern und unterstützen.
00:05:05: Wir haben noch ein anderes Projekt.
00:05:06: also wir haben eigentlich so viele Projekte könnte man sagen sprechen.
00:05:10: Das neueste Projekt unseres Vereins nennt sich Integration auf Augenhöhe.
00:05:15: Da gehen wir mit mobilen ehrenamtlichen Teams direkt in die Unterkünfte und beraten dort Menschen zu Themen wie Wohnen, was ja ein großes Thema ist – zur Arbeit, Ausbildung, Studium vielleicht, berufliche Perspektive auch zu anderen Themen, die dann aufkommen.
00:05:38: Und da sind wir jetzt schon, ich glaube in vier Unterkünften oder fünf Unterkündigten in Hamburg präsent.
00:05:46: Die Resonanz ist sehr schön weil die Menschen sich endlich die Sehenfühlen gehört fühlen auch in diesen Unterkümpfen.
00:05:55: und als letztes gibt es das Mentoring.
00:05:58: Das ist so das Herzstück des Vereins in dem Kontakt Möglichkeiten bestehen und den Verbindungen entstehen können, in dem gegenseitige Bereicherung auch entstehen kann.
00:06:16: Und das ist also ein Verein der sich wandelt, der guckt.
00:06:22: was braucht es noch?
00:06:23: Wie können wir Menschen mit Migrations- und Flucht hinter Grund noch besser unterstützen oder Impulsgeber sein für für ihre Integration hier in Hamburg und für Ihre gesellschaftliche Teilnahme, die wichtig ist finden wir.
00:06:41: Befreuch dich.
00:06:42: jetzt zur Mentoring.
00:06:43: Frage.
00:06:44: Wie hast du denn eigentlich das erste Mal vom Verein erfahren?
00:06:49: Und wie kam es, dass du dann ausgerechnet im Bereich Mentoring gelandet bist?
00:06:54: Ich habe eigentlich über eine Freundin von den Vereinen erfahren.
00:06:58: ich war neu in Hamburg wollte mich engagieren und erfuhr dann von dem Verein, zufälligerweise war eine Stelle ausgeschrieben.
00:07:09: Auf die habe ich mich beworben und glücklicherweise habe ich sie
00:07:13: bekommen.".
00:07:14: Was ist eigentlich Mentoring?
00:07:16: Und was würdest du sagen, ist das Besondere da
00:07:20: drin?".
00:07:21: Also Mentoring ist für uns eine Eins-zu-eins-Partenschaft zwischen zwei erwachsenen Menschen also die Geflüchteten sind auch erwärkt Und es ist eine Begleitung.
00:07:36: Es ist eine Verbindung, es ist Verbundenheit.
00:07:42: Für mich hat Mentoring auch ganz viel mit Menschlichkeit zu tun, sich zwar an Menschen begegnen und wie sie sich begegnern können Sie selber entscheiden also im Verein haben wir Patenschaften die sehr zweckgebunden sind in denen es darum geht auf eine Prüfung zu lernen und diese Prüfungen zu bestehen.
00:08:03: Und dann geht die Patenschaft auch auseinander, aber das sind eher die Ausnahmen.
00:08:08: Die anderen Patenschaften bestehen aus einer Verbundenheit, die sich vielleicht verändert im Laufe der Patenschaft oder bleibt.
00:08:22: Aber das Schöne ist für uns – oder für mich ist das Mentoring immer eine, es ist keine Einbahnstraße.
00:08:32: Klar werden die Menschen, die bei uns als Bentys sind unterstützt und umgestärkt und begleitet und sie bekommen ganz viel Impulse.
00:08:44: und gleichzeitig schildern uns auch Mentoren und Mentorinnen immer wieder dass sie durch den Kontakt mit ihren Mantys eine andere Sicht bekommen haben auf unsere Gesellschaft Also so eine andere Perspektive von außen, und man dann plötzlich diese Gesellschaft anders reflektieren kann.
00:09:06: Und natürlich Mentoring bedeutet auch ganz individuelle Einblick dazu gekommen in die Kultur des anderen Menschen oder in die Lebenswirklichkeit des anderen.
00:09:21: Wenn dich jemand fragt, der noch nie was von Mentoring gehört hat und du das erzählst.
00:09:29: Was würdest du der Person sagen wenn sie fragt?
00:09:31: Was ist denn meine Aufgabe als Mentor oder Mentoren?
00:09:37: Ich würde einen Schritt vorher ansetzen wollen dass wenn sich jemand angezogen fühlt, sage ich mal von einem Mentoring zu sagen.
00:09:50: Ich möchte jemandem zur Seite stehen der hier neu angekommen ist in unserer Kultur und ich möchte den begleiten und ich selber bin vielleicht in dieser Kultur doch sicherer und diese Sicherheit möchte ich teilen Und ich möchte ein Anker sein für jemanden und ich wollte auch vielleicht was Sinnhaftiges machen.
00:10:12: dann Kommt dieser Mensch zu uns und wir befragen ihn ganz ausführlich und detailliert, wie er sich das Mentoring vorstellt.
00:10:23: Wir geben nichts vor!
00:10:25: Und auch wir fragen auch was er vielleicht nicht möchte?
00:10:29: Also Mentoring kann bedeuten jemandem beim Deutschlernern zu helfen.
00:10:34: Es kann bedeutend mit jemandem durch die Stadt zu flanieren und ihm Hamburg zu zeigen.
00:10:39: Das kann bedeuten,
00:10:41: ein
00:10:42: gemeinsames Hobby auszuüben.
00:10:45: Es kann bedeutend gemeinsam Fahrradtouren zu machen, es kann sein, gemeinsam auf den Straßen festzudehnen oder – und das finde ich eigentlich der Schönste einfach – auf einer Parkbank zu sitzen und sich unterhalten.
00:11:01: Und das ist das Besondere denn allein diese Frage wie geht es dir?
00:11:07: ist für die Geflüchteten so viel wert, weil sie hier oft nicht gesehen werden.
00:11:13: Oder der einzige Berührungspunkt sind manchmal Ämter und da wären Sie nicht unbedingt gesehen.
00:11:23: Also einfach hey wie geht's dir heute?
00:11:26: Was liegt dir vielleicht auch auf der Seele heute?
00:11:28: Worüber möchtest du mit mir sprechen?
00:11:31: Wie geht es dir?
00:11:33: Und Und in dem Interview mit den Mentorinnen, die sich dafür dieses Abend interessieren, fragen wir das.
00:11:41: Wie möchtest du unterstützen?
00:11:44: Und wie möchteste auch nicht unterstützen?
00:11:46: Manche sagen dann, oh Gott, nee.
00:11:48: also Deutschunterricht oder beim Deutschlernenhälsen ... Nee!
00:11:52: Beim Genitiv steige ich aus irgendwie so und das berücksichtigen wir auch.
00:11:58: Andere sagen Boah, ich mag total gerne Deutschunterrichten.
00:12:02: Ich mag ganz gerne Ich möchte mit meinem Manty ganz viel unternehmen.
00:12:08: Und das berücksichtigen wir und gucken, dass wir dann auch einen geflüchteten Menschen finden der genau diesen Bedarf hat.
00:12:20: Die kommen die Menschen zu euch.
00:12:24: Mentorinnen, Mentoren kommen zunehmend über Mundpropaganda zur unsüber Empfehlung Wir posten auf nehmandei, wir sind auf den Plattform der ganzen Freiwilligenbörsen.
00:12:39: Ehrenansbörsens sind wir vertreten.
00:12:42: Wir sind auf Straßenfesten, also wir gucken, ja sind auf Social Media Kanälen unterwegs und Ja und hoffentlich auch über so ein Podcast für heute, dass sich Menschen angesprochen fühlen.
00:13:00: Vielleicht mal auf unserer Webseite zu gehen und zu gucken was wir so tun wer wir sind.
00:13:05: Und die Mantis kommen auch über unsere Sprachkurse, unsere Sprachtcafés, über das Projekt Integration auf Augenhöhe wo wir ja in die Unterkünfte gehen auch ganz viel über Empfehlung.
00:13:21: Sie sagen, da wird dir geholfen.
00:13:24: Guck mal!
00:13:25: Ich habe einen Mentorin oder ich hab ein Mentor und das ist so toll und es tut mir so gut.
00:13:31: Das hat mich einfach so bereichert oder gestärkt.
00:13:36: Geh mal hin, ruf an und schau mal
00:13:39: zu.".
00:13:40: Wie erlebst du das?
00:13:40: Was sind so auf beiden Seiten von Mentis- und Mentorinnen jeweils die Erwartungen wenn sie
00:13:48: kommen?".
00:13:49: Also bei Mentoren, Mentorinnen sind die Erwartungen oder ich sag mal eher der Wunsch statt jedes mehr um Wünsche etwas zu tun.
00:14:00: Sinn, Sinnhaftigkeit jemanden zu unterstützen und was auch in letzter Zeit zunehmend höhere von den Mentorinen Mentoren ist, der eigenen Ohn macht etwas entgegenzusetzen.
00:14:17: also Wir wissen, alle der politische Diskurs und die Migration ist raul.
00:14:24: Und es ... Die Spirale dreht sich immer weiter.
00:14:28: Also das werden jetzt Integrationskurse gestrichen für bestimmte Geflüchtete und und und.
00:14:35: Viele dieser Mentorinnen und Mentoren fühlen sich so machtlos und sagen mal Gott was passiert da gerade?
00:14:41: Das sind falsches Signal!
00:14:43: Es sind Menschen, die zu uns kommen ihre eigenen Kenntnisse haben, die ihre Geschichte haben und die viel hier beitragen können zu dieser Gesellschaft.
00:14:57: Und wir geben ihnen zu verstehen dass sie hier eigentlich gar nicht so richtig erwünscht sind.
00:15:03: Und dieses Mentoring ist für viele der Mentorinnen und Mentoren eine Möglichkeit selbstwirksam zu werden.
00:15:12: Zu sagen ich möchte dem etwas entgegensetzen und ich möchte wirksam werden.
00:15:17: Und auch wenn es vielleicht erst mal klein scheint, etwas Kleines sein scheint ist das was ganz Großes weil man hilft in der Regel einem Menschen.
00:15:31: aber wenn der Mensch mit seiner Familie da ist oder auch dass ein Familie im Heimatland ist hilft man auch dem gesamten System.
00:15:41: also das ist eher so der Wunsch der Mentorinnen und Mentoren Und auf Menti Seite ist es die Erwartung, einen Antrag zu finden in diese Gesellschaft und zu verstehen.
00:15:56: Also die Mentalität zu verstehen, einen Raum zu finden wo sie Fragen stellen können.
00:16:05: wie ist die Situation?
00:16:06: Habe ich die Situation richtig verstanden oder habe ich das nicht richtig verstanden?
00:16:11: Oder wenn ein Gespräch ansteht Dass du besprechen, wie soll ich mich verhalten?
00:16:18: Wie kann nicht sicherer sein in dieser Kultur.
00:16:21: Also es ist die Sehnsucht und der Wunsch nach einem Anker.
00:16:28: Und jetzt stelle ich mir vor, Du sprichst mit ein Mentor einer Mentoren und ein Menti... ...und wie funktioniert das dann dass die beiden zusammenfinden?
00:16:37: Wie läuft das ab?
00:16:40: Also wir führen Interviews sowohl mit den MentorInnen und mit Horn, also auch mit den Mantis.
00:16:48: Und wir fragen ganz viel!
00:16:50: Wir sind da sehr neugierig und wir freuen uns ja auf die Menschen, die uns gegenüber sitzen und fragen sie wo Sie wohnen wie alt Sie sind?
00:17:03: Auch Ihre Wünsche fragen wir ab und wie Sie unterstützen wollen können Und bei den Mantis fragen wir das auch, wo sie wohnen.
00:17:12: Was sie vielleicht in einem Heimatland gemacht haben und wie sie unterstützt werden möchten und können.
00:17:20: Im Mentoring sind wir ein Team von fünf Personen.
00:17:25: Manchmal kann es sein, dass ich zum Beispiel einen Interview geführt habe mit einem Menti um an der Kollegin ein Interview mit einer Mentorin.
00:17:33: Wir haben das also hinterlegt.
00:17:35: Wir haben so eine Datenbank, wo wir das alles eintragen und dann gucke ich in der Datenbank.
00:17:41: Wer könnte denn jetzt zu meinem Menti passen?
00:17:44: Und wenn das dann den Mentorin ist von einer Kollegin, dann sprechen wir miteinander.
00:17:49: Dann gucken wir mal... Ich habe diesen Menschen und ich hab so ein Gefühl es könnte ganz gut passen und da tauschen wir uns aus!
00:17:56: Und letzten Endes versuchen wirklich vieles zu berücksichtigen und letzten Endens entteidet doch immer das Bauchgefühl.
00:18:05: Erst wenn wir dieses gute Gefühl haben das passt oder es könnte passen, laden wir beide ein zu einem Gespräch.
00:18:13: Und da können Sie sich mal so'n bisschen kennenlernen und erhalten, manchmal moderieren wir dieses Gespräch, manchmal funktioniert das wunderbar von selbst... ...und dann können sie erst einmal in einem auch geschützten Raum sich mal miteinander unterhalten!
00:18:33: Wenn Sie beidem gutes Gefühl haben Dann gehen sie in eine sechsmonatige Patenschaften ineinander ein, die auch jederzeit unterbrochen werden kann.
00:18:45: Wenn der Mentor wegzieht oder das vielleicht von der Chemie doch nicht ganz so das ist, kann sich jederzeit gestockt werden und diese Patenschaft kann jeweils für sechs weiteren Monate verlängert werden.
00:19:00: Und es kann solange verlängern werden bis der oder die Menti sagt, dass sie dann diese Form der Unterstützung nicht mehr benötigt.
00:19:09: Und wir haben also Patenschaften, die gehen vier, fünf, sechs Jahre schon und andere sind kürzer – das ist ganz, ganz unterschiedlich!
00:19:17: Das Schöne ist, was wir machen, ist, dass die oder derjenige aus unserem Team, der bei diesem Zusammentreffen dabei ist, automatisch die Patenschaftsbegleitung.
00:19:31: Die beiden werden nicht entlasten und zinnig auf sich selbst gestellt, sondern sie haben jemandem im Rücken.
00:19:41: Jemandem der da ist wenn irgendwie etwas sein sollte mit der Patenschaft.
00:19:48: Es kommt zum Beispiel ein Brief vom Bundesamt für Migration Und Dementi bringt den Brief mit um zu treffen mit seiner Mentorin oder seinem Mentor.
00:20:00: Und wenn man das sagt, ich bin kein Fachanwalt für Asylrecht.
00:20:03: Was sollen wir jetzt tun?
00:20:05: Ja und in dem Fall ist die Patenschaftsbegleitung da oder wenn irgendwie eine Irritation ist oder man sich nicht sicher fühlt also sind wir da als Ansprechpartnerinnen und AnsprechPartner.
00:20:21: Wir haben viel Expertise, wir sind sehr vernetzt hier in Hamburg Und bislang kann ich wirklich stolz sagen, dass wir jeden Brand gelöscht haben.
00:20:33: Also wie reagieren?
00:20:34: schnell und ... Wir haben viele Ideenunterlösungen dafür oder sonst wissen wir wer uns dabei unterstützen kann eine Lösung zu finden?
00:20:44: Und die Partnerschaft selber das ist vielleicht noch ganz interessant.
00:20:50: Ist so gewünscht, dass sie kontinuierlich isst weil es ja um ein Anker geht für den Geflüchteten oder die Gefluchtete.
00:21:00: und in der Regel treffen sie sich Mentoren, Mentor und Menti einmal in der Woche.
00:21:06: Das muss auch gar nicht lange sein.
00:21:08: Ein, zwei Stunden maximal so pro Woche!
00:21:12: Und wie Sie diese Zeitgestaltenblatt Ihnen selber überlassen?
00:21:17: Also, wie gesagt, Sie können sich in der Bücherhalle treffen aber Sie können auch ganz anderes tun gemeinsam Kochen, wenn sie das möchten.
00:21:26: Wenn da schon ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut ist oder gemeinsam etwas unternehmen.
00:21:36: Das kann ganz unterschiedlich sein und so ist jede Patenschaft ganz individuell.
00:21:41: Bekommst du das mit?
00:21:44: Wie die Tandems das machen?
00:21:47: Ja ich bekomme das mit weil wir als Patenschaftsbegleitende uns immer wieder melden bei den Taren.
00:21:56: Nicht oft, wollen ja auch nicht nerven.
00:21:59: dann aber wir melden uns in festen Abständen und fragen wie geht es euch?
00:22:05: Was macht ihr so?
00:22:07: Braucht ihr irgendwie einen Puls, braucht ihr eine Unterstützung ist alles okay?
00:22:11: und dann kriegen wir auch immer wirklich schönes Feedback.
00:22:15: und was wir Machen im Verein Mentoring ist, dass wir viermal im Jahr einen Handeln treffen organisieren.
00:22:24: Und das ist was sehr Schönes!
00:22:26: Das sind große Feste.
00:22:29: Jeder bringt etwas zum Essen mit.
00:22:32: Es gibt ein ganz tolles extrem leckeres Buffet mit Gerichten aus der ganzen Welt.
00:22:40: es gibt Leifmusik und das sind wie große Fäste Familienfäste Und es ist sehr schön, weil wir da noch mal ganz anders in Kontakt miteinander kommen und auch die Tandems untereinander.
00:22:54: Von den Mantis kriegen wir das immer wieder gesagt, dass diese Feste wirklich ein ganz wichtiges Format ist, wo sie einfach sein können wie sie möchten – also einfach sein kann!
00:23:09: Weil da Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen und dass ein wohlwollender Raum für Sie ist.
00:23:17: Und wir haben noch, das ist auch noch wichtig ein Format für Mentorinnen und Mentoren in Austausch treffen.
00:23:27: Das finde ich viermal im Jahr statt auch.
00:23:29: Und das ist jetzt auch ein Raum für die MentorInnen und Mentoren wo sie sich zusammensetzen ihre Rolle reflektieren.
00:23:40: wie geht es mir eigentlich als Mentormentorin?
00:23:44: Was nervt mich vielleicht auch, wo komme ich an meine Grenzen?
00:23:50: Das möchte ich mit den anderen teilen.
00:23:52: An schönen Erfahrungen oder an Tipps und das ist auch noch mal Stärkung dieses Communitygedankens.
00:24:00: also beide Veranstaltungen sind Dienen auch wirklich der Stärkung einer Gemeinschaft.
00:24:06: Ja das klingt als hättest du was familiäres.
00:24:09: ja
00:24:11: gibt es auch Tandems die sich untereinander kennen.
00:24:15: Ja, gibt es auch.
00:24:18: Gerade durch die Tandem treffen lernen sie sich kennen oder wenn Sie sich gegenseitig empfohlen haben dann kennen sie sich auch untereinander.
00:24:27: Das gibt das auch.
00:24:28: Was würdest du denn sagen ist ein gelingendes Rezept für einen guten Start?
00:24:35: Für eine gemeinsame Mentoringbeziehung?
00:24:40: Offenheit Toleranz Augenhöhe Neugierderz.
00:24:54: Hast du da so Geschichten, die dir noch im Kopf sind von Anfängen von solchen Beziehungen?
00:25:01: Also mir fällt jetzt ganz spontan ein Tandem ein was ich sehr berührend fand.
00:25:06: wir hatten im Mentoring Gespräch eine Frau aus Russland, die schon länger hier in Deutschland liegt und sie war da sehr klar und sie sagte zu uns, dass sie ausschließlich eine Menti aus der Ukraine haben wolle.
00:25:25: Und weil sie da irgendwie was gut machen möchte?
00:25:28: Das war sehr... Ja.
00:25:33: Und diese Menti hat sie auch!
00:25:35: Sie hat natürlich eine ukrainische Menti bekommen und die beiden sind sehr eng beinahe befreundet.
00:25:44: Toll.
00:25:46: Richtig Friedensarbeit im Kleinen.
00:25:48: Ja.
00:25:50: Aber das heißt im Kleiden von ... aus dem Einzelnen der einzelnen Haus.
00:25:56: Haben wir die Rückmeldung gegeben?
00:25:58: Ja, sie sind immer wieder bei unseren Festen dabei und mittlerweile hat diese Mentorin auch einen Kreis an ukrainischen Freundinnen.
00:26:08: also über ihre ukrainische Menti hat sie mehr ukrainisch Frauen kennengelernt und das ist so eine eingeschworene Gruppe, die wunderschöne Dinge miteinander unternimmt.
00:26:21: Ach schön ja!
00:26:23: Das ist was, wo es richtig gut läuft und was wächst und was entsteht.
00:26:27: Und eben hast du gesagt bei den Mentorennen treffen da gibt's so den Raum beides auszutauschen oder was heißt beides?
00:26:35: So ganz verschiedene Sachen schöne Erfahrungen und auch Stolpersteine und da muss schwierig wird und sich dazu tragen und zu unterstützen.
00:26:44: Was sind da so Typische typische Dinge die aufkommen die geteilt werden Schwierigkeiten denen den man begegnet.
00:26:56: Also ein Klassiker muss ich leider sagen, ist die Wohnsituation der Menti's und die Ausweglosigkeit einen eigenen Wohnraum zu finden in dieser Stadt.
00:27:09: Das ist immer sehr belastend auch für die MentorInnen weil sie da oft zwar will sind zu helfen aber es nicht unbedingt an ihnen liegt dann auch eine Wohnung zu finden oder ein WG-Zimmer oder so für ihre Menti.
00:27:26: Dann ist es auch die Bürokratie.
00:27:29: Die Verfahren gehen sehr, sehr langsam voran.
00:27:34: Anerkennung von Bildungsabschlüssen ist ein ewig langes Verfahren.
00:27:39: Da kommt ein Mensch mit einem Fachwissen eventuell hierher und würde so gerne arbeiten und dann dauert's ein Anerkendungsverfahren eineinhalb Jahre.
00:27:52: Das lässt einen manchmal wirklich verzweifeln und es ist gut, das zu teilen.
00:27:58: Dann Berufssituationen wie Ausbildungsplätze finden – das sind so Stolpersteine die eher von außen kommen.
00:28:10: So was die eigene Beziehung angeht mit den Menti oder der Menti
00:28:16: ja
00:28:17: da...das ist da nicht sofort ergründlich.
00:28:20: das Thema Und was wir auch anbieten und das ist dann eher nicht so in diesen Mentoren Austausch, Treffen.
00:28:28: So der Raum dafür ist wenn es irgendwie zwischen Mentorinnen-Mentor manchmal schwierig wird oder doch unterschiedliche Erwartungen gibt, dann bieten wir als Patenschaftsbegleitende auch nochmal Gespräch anzutreten.
00:28:43: Dann kommen Lass uns mal zusammensetzen und lass uns eben gucken wie Woran es liegen könnte, das ist im Moment vielleicht irgendwie ein Wissverständnis in Raum.
00:28:56: Und wenn du sagst eine Patenschaft läuft immer sechs Monate und kann dort verlängert werden?
00:29:02: Ist das auch was wo ihr dann einladet und das gemeinsam bespricht oder machen die?
00:29:07: dann nimmst das unter sich?
00:29:09: Wir fragen nach also nach fünf Monaten nehmen wir Kontakt auf zu Menti-und Mentoren Mentor Und fragen, wie geht's euch?
00:29:20: Vor allem eben dann doch eher den Menti oder dem Menti.
00:29:25: Möchtest du die Patenschaft weiterführen?
00:29:28: Welche Unterstützung brauchst du?
00:29:30: So hat sich vielleicht auch was verändert im Unterstützungsbedarf und da gehen wir also dann noch mal ins Gespräch.
00:29:37: oder manchmal schreiben wir auch nur oder kommt sowieso ja verlängern.
00:29:43: Ich hab zum Beispiel auch eine Patenschaft, da muss ich gar nicht nachfragen.
00:29:46: Sondern die haben zu mir das halt automatisch verlängern und wenn wir mal nicht mehr wollen dann melden uns bei dir so.
00:29:52: Also es läuft dann so weiter.
00:29:55: Und jetzt bist du ja schon eine Weide dabei?
00:29:59: Was sind Dinge, die dich auch beeinflusst haben?
00:30:04: Dinge, denen du vielleicht gelernt hast, die sich überrascht haben oder...
00:30:09: Ja also Ich bin immer wieder beeindruckt von dieser Kraft und von dieser Entschlossenheit, von Menschen den Weg auf sich zu nehmen.
00:30:30: Der ist nicht freiwillig also die Menschen die hierher kommen sind nicht frei will ich hier und ich bin von dieser Resilienz immer wieder extrem beeindruckd.
00:30:43: Und was mir auch aufgefallen ist und was ich genauso schön finde, dass wir alle Menschen eigentlich die gleichen Bedürfnisse haben.
00:30:52: Egal aus welchem Land oder woher wir kommen – also wir haben ganz viel gemeinsam und wir sind alle gleich!
00:31:00: Ja und auf der Gedanke das die Geflüchteten mit denen wir zu tun haben bei Hamburgern mit Herz in jeden Fall eine Bereicherung für diese Gesellschaft.
00:31:12: Also mir hat es nochmal Ganz persönlich hat sich mein Horizont extrem beweitet.
00:31:19: Und ich nehme diese Menschen, mit denen ich Kontakt habe gar nicht mehr wahr als irgendwie weiß ich nicht immer der Fremd ist oder so überhaupt nicht mehr sondern eher als Menschen die jetzt hier sind und gestärkt werden sollten und die begleitet werden sollen oder unterstützt werden, damit sie hier auch teilhaben können an dieser Gesellschaft.
00:31:50: Es würde diese Gesellschaft sehr gut tun.
00:31:54: Und jetzt hast du gesagt, denn Horizont hat sich auch erweitert durch die Begegnung?
00:31:59: Und am Anfang hast du auch gesagt ja bestimmte Sachen dass irgendwie Fremdfühlen oder Ankommen ist auch ein Thema, was du kennst.
00:32:08: Wo ist es da nochmal anders geworden?
00:32:11: Also natürlich war's bei mir anders weil ich als Kind mit meiner Familie immer sehr viel umgetogen bin in unterschiedlichen Länder.
00:32:20: das heißt Ich war schon auch geborgen In meinem Kontext.
00:32:27: und doch wünschte ich dass Menschen die hier neu starten wirklich einen Mentor, eine Mentore zur Seite bekommen.
00:32:39: Weil das macht es so einfacher und wir haben auch eine sehr schöne Entwicklung im Verein dass wir zunehmend ehemalige Mantis haben die Mentoren Mentor werden möchten bei uns oder auch Menschen mit einem Migrationshintergrund die bei uns Mentoren-Mentorinnen sind.
00:33:00: Und
00:33:01: sie sagen immer wieder hätte ich damals einen Mentor oder eine Mentorin gehabt an meiner Seite.
00:33:09: Ach, wie viel wär mir der Erspart geblieben?
00:33:12: Und für mich sind genau diese Mentorinnen und Mentoren natürlich neben den anderen auch aber die sind für mich so ein Beweis für eine gelungene Integration.
00:33:24: Wir sagen ich bin jetzt hier angekommen und ich kann das was ich erlebt habe.
00:33:29: das kann nicht weitergeben und das kann ich nutzen Und da kann ich vielleicht jemandem einiges ersparen.
00:33:39: Jetzt kommen so ganz unterschiedliche Ideen, was das wohl ist, was Menschen am hilfreichsten erleben oder was sie sagen.
00:33:46: Hätte ich das damals bekommen durch einen Mentor, durch eine Mentoren?
00:33:51: Dann wäre einiges anders gewesen.
00:33:54: Kriegst du so Rückmeldung, was diese besonders wichtigen Dinge sind?
00:34:01: Nicht alles selber machen und nicht alles selber sich erkämpfen zu müssen!
00:34:08: und vielleicht nicht so viele Umwege gehen zu müssen.
00:34:11: Ich glaube, darum geht es.
00:34:14: Was macht er mit der Unmacht?
00:34:17: Du hast ja vorhin schon gesagt, bestimmte Sachen in einem Wohnraum finden, wie lange Anerkennungsprozesse dauern ist einfach etwas, was da häufig von meinem Geduld braucht, wo man Hoffnung braucht, Dinge die er entragen und wo es einfach ganz viel Unmach gibt, die man irgendwie... halten muss.
00:34:39: Wie gehst du damit um?
00:34:40: Wie geht ihr als Verein damit um, wie erlebst du es das Dementis und Mentorinnen damit
00:34:46: umgehen?".
00:34:49: Das ist eine ganz schön schwierige Frage!
00:34:53: Als Verein versuchen wir uns möglichst viel zu vernetzen auch mit den Wohnungsnotstellen der Bezirks- da mit anderen Vereinen die da ihren Schwerpunkt setzen, Wohnraum zu finden Mit Genossenschaften, da versuchen wir ganz viel.
00:35:17: Wir versuchen aber auch um die Situation in Zulindern Kontakt aufzunehmen mit den Betreienden der Unterkünfte zu gucken.
00:35:30: Wenn jetzt ein Mensch von uns belastet ist, zu gucken was gibt es für Möglichkeiten?
00:35:35: Dass dieser Mensch vielleicht doch ein Einzelzinnung bekommt?
00:35:38: erst mal Wir versuchen ganz viel.
00:35:45: Und wir wissen alle, dass es wirklich schwierig ist hier ein Wohnraum zu finden.
00:35:52: Wir versuchen auch in Gesprächen wie Menti´s... Das liegt nicht an euch sondern es ist die Situation insgesamt, die schwierig ist.
00:36:03: Da sind uns auch ein Stück weit die Hände gebunden weil die Situation nun mal so ist in dieser Stand.
00:36:11: Aber wir sind immer auf der Suche nach Kooperationspartnern, die vielleicht unseren Mantis helfen können.
00:36:22: Und ihr für euch?
00:36:24: Ihr tragt ja auch viel!
00:36:27: Wir tragen viel aber die schönen Geschichten geben uns ganz viel Kraft und davon haben wir sehr viele.
00:36:37: Sehr sehr viele und das sind also so.
00:36:40: die kleinen Dinge sind die kleinen Dinge, die einen so beglücken.
00:36:45: Ich habe jetzt letztens eine Mentorin angeschrieben und gefragt, sagt mal wie geht es dir eigentlich mit einer Menti?
00:36:52: Und was macht ihr so?
00:36:54: Und das Erste war sie sagte ich hab sie so ins Herz geschwossen!
00:36:58: Das reicht mir schon.
00:37:00: Also ich bin da ganz berührt weil ich sage da passiert etwas zwischen zwei Menschen und das gibt uns so viel Kraft.
00:37:07: diese ganzen vielen kleinen kleinen Schritte, Geschichten, Begegnungen.
00:37:15: Diese Verbundenheit zu spüren, dass Menschen wirklich in Kontakt miteinander gehen möchten und sich darauf eintassen.
00:37:24: Und das gibt uns viel Kraft!
00:37:27: Was würdest du sagen?
00:37:28: Wie werdet ihr wahrgenommen von außen?
00:37:32: Gibt es Vorteile, gibt es Missverständnisse?
00:37:35: oder beginn mit, schlafe ich zu?
00:37:39: Glücklicherweise... haben die Mentorinnen und Mentoren, die zu uns kommen sehr selten vor Urteile.
00:37:51: Und wenn sie welche haben dann sprechen wir lange darüber und Vorurteile sind ja ein gesund Kopfkino.
00:38:13: wenn eine Möglichkeit ist, wenn man da so ein bisschen auch Vorbehalte hat oder unsicher ist ob man das selber irgendwie leisten kann.
00:38:24: Oder ob es nicht zu groß wird oder sich das gar nicht so richtig vorstellen kann was Mentoring bedeutet bieten wir immer wieder so Infoabende an und oft ist da auch ein Menti dabei der die aus ihrer Perspektive erzählt.
00:38:43: Mentorin ist auch dabei oder ein Mentor und da kann man sich ganz unverbindlich erst mal informieren, in sich hineinspüren und gucken ob man das Ehrenamt machen möchte oder nicht.
00:38:59: Also es gibt Möglichkeiten erstmal ganz unbindlich zu gucken Und selbst im Interview, wenn wir das interview führen und im Interview plötzlich rauskommt.
00:39:09: Oh nein!
00:39:09: Ich glaube ich... Das ist mir vielleicht doch zu nah oder zu viel aber ich möchte mich trotzdem engagieren.
00:39:16: dann haben wir auch die Möglichkeit zusammen.
00:39:19: also es gibt auch die möglichkeit als ehrenamtlicher oder irrenamtliche im sprachcafé tätig zu werden oder in eines einen anderen projekt von uns wo's vielleicht nicht so sehr um Beziehungsaufbau geht.
00:39:34: Das könnte auch eine Möglichkeit sein.
00:39:37: Wir bieten Möglichkeiten, uns dem Thema zu nähern ohne sich erst mal entscheiden zu müssen.
00:39:47: Was würdest du sagen?
00:39:48: Brauche es gesellschaftlich damit Integration besser gelingen kann?
00:39:54: Eine offene, respektvolle Gesellschaft!
00:40:01: Für mich ist Integration nicht Assimilation sondern Integration ist die Freiheit zu wählen, wie ich mit der Kultur in der ich mich vielleicht neu einfinde umgehen möchte ohne meine eigene Kultur aufzugeben.
00:40:24: Also das Verständnis von Bereicherung und nicht von Bedrohung was ja jetzt gerade irgendwie aufkommt.
00:40:36: Integration ist für mich nur möglich, wenn man miteinander in Kontakt kommt.
00:40:42: Wenn man mutig ist... ...wenn man die Verbindung sucht und den Kontakt sucht.
00:40:49: Wir haben ja ein Motto was wir jetzt seit letzten Jahren
00:40:52: d.h.,
00:40:53: miteinander auch nicht übereinander reden Und ich finde darum geht es, miteinander ins Gespräch zu kommen.
00:41:02: Es gibt ja so Integration im Großen wie im Kleinen.
00:41:07: Gibt es eigentlich auch sowas, wie Mikrointegration?
00:41:11: Was denkst du?
00:41:13: Ja ich glaube dass jeder ja ihren oder seinen Blick richten kann auf Menschen die hier vielleicht sich noch mich ganz integriert haben.
00:41:26: Auf Menschen zugehen, Menschen sehen gesehen werden ist ganz wichtig und nicht verschwunden oder sich nicht gesehen fühlen, glaube ich ist auch ein großes Thema von den Flüchteten.
00:41:41: Und vielleicht noch ein Aspekt was wir haben jetzt letzte Woche ein neues Format auf die Beine gestellt und dem Namen Stadt trifft Herz!
00:41:55: Da haben wir ganz offen in allen Messengergruppen, sozialen Kanälen haben wir einen Kochabend beworben.
00:42:06: Und da haben Menschen mit Fluchthintergrund zusammen mit Menschen die vielleicht schon länger hier in Deutschland sind, zusammengekocht den ganzen Abend und gemeinsam gegessen.
00:42:18: Das wäre auch so was.
00:42:20: Da geht es nicht um ein Ehrenamt sondern um eine Zusammenkommen.
00:42:26: Und gesehen werden sich gegenseitig anzuschauen, in Kontakt zu gehen.
00:42:34: Zu essen – das Essen hat natürlich eine sehr schöne gemeinschaftsstiftende Funktion, zu genießen und einfach einen schönen Abend zu verbringen.
00:42:47: Das wäre vielleicht auch so eine Mikrointegration.
00:42:51: Schön ja!
00:42:52: Ja ich musste auch so, denn es fehlt an an Stadtteile denken oder so an Projekte, wie weiß ich nicht.
00:42:59: Alterner macht auf, positive Alkohole von Menschen dann kleine Bühnen werden und jeder jede mitmachen kann oder so Performances vor Menschen ins Gespräch kommen.
00:43:09: An sowas muss sich eben auch ganz viel denken dass das ja auch so Orte sein können wo Begegnungen passieren.
00:43:16: Ja wir hatten jetzt auch immer wieder Impulse von Menschen mit Migrationshintergrund, die auf uns zukamen und sagten ich kann das leisten für den Verein.
00:43:31: Und so hatten wir einen jungen Mann aus Afghanistan der mittlerweile in der Sozialbehörde arbeitet und er hat im letzten Jahr jeden Samstag eine Dokumentenausfüll-Sprechstunde angeboten für Geflüchtete und wurde sehr gerne genutzt.
00:43:51: Und jetzt im Moment haben wir eine junge Frau aus Afghanistan die Lebenslaufberatung macht für Geflüchtete, weil sie sich in den Bereich sehr gut auskennt.
00:44:04: Das ist so.
00:44:05: dieses Gegenseitige und dieses Wandlungsfähige des Vereins das ist das was mich immer wieder total beglückter nicht arbeitet.
00:44:15: Ja das klingt als würde da auch etwas wachselt als gäbe es viele Möglichkeiten dass was entstehen kann den Boden bekommen, um ja was auch bereitzustellen sich einbringen zu können.
00:44:29: Ja definitiv.
00:44:31: Welche Vision habt ihr als Verein fürs nächste Jahr oder die nächsten Jahre?
00:44:37: Wir wollen weiter wachsen ohne unsere Begleitung, die wir als sehr eng und verbindlich sehen aufzugeben.
00:44:59: weiterhin offen bleiben für Impulse, die an uns herangetragen werden.
00:45:05: Jetzt in diesem Jahr werden wir noch einen neuen Standort eröffnen in Lurup zum Beispiel, wo wir auch Menschen fürs Mentoring begeistern möchten.
00:45:18: Wir möchten jetzt auch Fachmentorinnen und Fachmentoren ausbilden die zu genau diesen Themen, die immer wieder kommen.
00:45:27: Wohnungen, Arbeit, Deutschlerne und Asylrecht ausgebildet werden.
00:45:34: Die verlässliche fundierte Ansprechpartnerinnen sind für unsere Mentoren und Mentorbühnen.
00:45:44: also wir wollen uns nochmal ausweiten möchten trotzdem so agil bleiben und offen, wie wir es bisher waren.
00:46:00: Und wenn jetzt der eine oder die andere, die uns zuhören sagen ach ich würde eigentlich gerne mal ein bisschen mehr erfahren oder mal reinschnuppern was wären denn die besten Wege?
00:46:13: Also wir haben ganz konkret am achtundzwanzigsten Mai haben wir einen Infoabend In unserem Büro in Hohelduft Ost, da kann man gerne kommen von achtzehn Uhr bis circa zwanzig Uhr und einfach mal reinschnuppern.
00:46:34: Und sonst gerne uns schreiben eine Nachricht auf dem AB hinterlassen.
00:46:42: wir reagieren auf alle Anfragen und freuen uns über alle Anfrage und selbst wenn jemand unter den Hörenden dabei ist.
00:46:51: Er sagt, also Mentoring weiß ich nicht ob ich mich das traue aber vielleicht mal gibt es was anderes im Verein.
00:46:58: oder ich bin der absolute Computer Crack und könnte mir vorstellen eine Computerkurs anzubieten für Mantis oder ich mache Traumersensibles Yoga für Frauen oder oder Gerne an uns wenden.
00:47:16: Wir sind da eigentlich immer ganz konstruktiv unterwegs und gucken, dass wir es möglich machen.
00:47:21: Welche Botschaft möchtest du denn gerne unseren Zuhörer in mitgeben?
00:47:26: Seid mutig!
00:47:28: Hab den Mut euch zu verbinden und auf Menschen zuzugehen... ...und öffnet die Augen für andere Menschen.
00:47:39: Ja also einfach seitmenschlich.
00:47:42: Ich hab ja immer eine Frage von dem letzten Menschen, der bei mir zu Gast war an die nächste Person.
00:47:50: Und ich hatte beim letzten Mal Bettina bei mir und Bettina ist Ex-in-Peer-Begleiterin und berät Angehörige von psychisch kranken Menschen als Expertin aus Erfahrung.
00:48:03: Und ihre Frage an dich is', was ist deine Stärke als Mensch?
00:48:09: Ich glaube, ich hab sehr feine Antennen.
00:48:11: Ich kann mich sehr gut in andere Menschen hineindenken.
00:48:15: Meine Zuversicht ist nicht zu ... Die wird nicht bröckeln.
00:48:23: Ich bin ein sehr, sehr zuversichtlicher Mensch der in Lösungen denkt.
00:48:32: Also so geht nicht gibt's nicht.
00:48:34: Das gibts für mich nicht.
00:48:37: Sondern ich sage mal da muss es doch einen Weg geben.
00:48:39: Also irgendwo und wenn ich irgendwo anrufe oder irgendwie ganz absurde Gedanken habe, wie das gelöst werden kann.
00:48:49: Aber ich gebe mich eigentlich nicht so leicht geschlagen.
00:48:54: Ich finde einen Weg.
00:48:56: Das glaube ich dir sofort!
00:48:58: Ich finde es ist auch so spürbar.
00:49:00: So, ich dachte gerade so ja Hamburger mit Herz?
00:49:02: Ich finde man merkt so wenn du sprichst und erzählst, dass du ganz mit Herz dabei bist.
00:49:09: Welche Frage würdest du denn gerne der nächsten Person stellen die hier ist
00:49:15: Was wünscht du dir für diese Gesellschaft in diesen Zeiten?
00:49:22: Katharie gibt es noch was, wo du sagst das ist ungesagt oder ungefragt geblieben und das sollte hier aber auf jeden Fall noch Platz finden.
00:49:32: Ich glaube ich habe ganz schön viel geredet und ich weiß schon gar nicht mehr was ich zu Beginn gesagt habe.
00:49:40: deswegen weizt sich dass jetzt schon gar nichts mehr.
00:49:42: ein bisschen irgendwas fehlt.
00:49:45: Aber wenn etwas fehlen sollte, dann freue ich mich.
00:49:48: Wenn eure Höhrenden dann vielleicht nochmal mitfragen auf dich erst mal zu kommen und die kannst du dann gerne an mich
00:49:56: weiterleiten.".
00:49:57: Das mache ich!
00:49:59: Und wir verlinken eh euren Verein noch einmal in der Podcastfolge.
00:50:05: D.h.,
00:50:05: wenn ihr Kontakt aufleben wollt, euch informieren wollt, könnt ihr danach schauen?
00:50:10: Und ja, vielen, vielen Dank dass du heute hier warst dir die Zeit genommen hast und euer tolles Projekt vorgestellt.
00:50:18: Haag dich finde und hat richtig Lust bekommen irgendwie einzusteigen und ich find das ist sehr angekommen was ihr dann macht und warum ihr es macht und was das besondere und wertvolle an der Arbeit ist.
00:50:32: Ja vielen Dank Conn!
00:50:34: Es hat mir Freude bereitet hier zu sprechen.
00:50:40: Ich finde diesen Podcast auch ganz toll.
00:50:42: Ich habe ja schon mehrere Folgen gehört und ich finde es schön, dass es euch gibt!
00:50:47: Danke!
00:50:48: Ja... Und euch die ihr zuhört wenn ihr Feedback habt, Kritik oder Fragen schreibt uns gerne eine E-Mail auch wenn ihr sagt wir haben ein Projekt das ums Unredeckt auch mal in eurem Podcast für Freundes immer darüber Auch wenn ihr Kommentare hinterlasst oder wir uns eine fünf Sterne Bewertung gibt, das gibt uns rückmoment, dass mehr Menschen von dem Podcast erfahren können.
00:51:13: Und dann sagen wir Tschüss und ich sage bis zum nächsten Mal.
00:51:22: Ciao!